Erster-Advent-Wanderung
auch in diesem Jahr brannte bei unserer 1. Advent-Wanderung am 27.11.2011 traditionsgemäß ein Lichtlein auf unserem „runden Tisch“, bei dem sich 18 wanderlustige Lätitianer (einige mehr lustig als wander) beim Parkplatz Am Birkenkopf Stuttgart, mit einem Glühwein aufwärmten und dabei Hildegards Apfelbrot und Margret Hefezopf genossen.
Gildevorstand Roland Fröhlich begrüßte an diesem herrlich sonnigen Novembertag seine Mitglieder und erläuterte kurz die Wanderstrecke. Also es ging vom Parkplatz Birkenkopf Richtung Bärenschlöße über den Wezelweg zum Forthaus I. Weiter zum „Römischen Haus“, einem Kultbau der ehemaligen einheimischen Bevölkerung aus dem 2. Jahrhundert nach Christus, der dort im Rotwildpark 1922 zufällig gefunden und 1976 archäologisch erneut erforscht wurde.
In diesem historischen Gemäuer versetzte uns Felix Epple mit seiner Adventsansprache in weihnachtliche Stimmung. Dazu sangen wir die Lieder „Macht hoch die Tür“ und „Tauet Himmel“. Felix herzlichen Dank, ohne diese Feier, würde uns wirklich etwas fehlen.
Nach einer weiteren ¼ Stunde Wandern, entdeckten wir schon von Weitem die Türmchen vom Bärenschlößle, ein Naherholungsbiet und ein beliebter Ausflugsort der Stuttgarter und anderen Naturhungrigen. Es wurde 1768 vom Herzog Carl Eugen in „altrömischen Stil“ als Lustschloss gebaut und ist inmitten von Wäldern gelegen, mit Blick auf die Seenlandschaft bietet es Entspannung und Anregung.
Vor dem Schlößle steht ein Holzwürfel mit einer Kantenlänge von 1,64 m = 4,4 cbm. Dieser steht für die Menge Holz, die in Stuttgarters Wälder in 1 Stunde wächst. Dieser Zuwachs verteilt sich jedoch auf viele hunderttausend Bäume in Stuttgarts Wäldern, die beständig an Größe und Umfang zunehmen. Man sieht es also nicht von Tag zu Tag wachsen, aber man kann es messen.
Da das Mittagessen rief, marschierten wir am Schwarzwildpark vorbei, über das Forthaus I zur Sportgaststätte SV Heslach (sog. „Rentnerkasino“), in der uns schon 4 Lätitianer erwarteten. Das Essen hat Allen gut geschmeckt, besonders ein Lätitianer hatte mit einer überdimensional großen Schweinshaxe zu kämpfen!
So gut gestärkt, machten wir uns auf den Rückweg. Einige Übermütige ließen es sich nicht nehmen, noch einen Abstecher auf den „Monte Scherbelino“ also den Stuttgarter Birkenkopf zu unternehmen, der ursprünglich 471 m war und heute 511,20 m über NN hoch ist. Die Erhöhung um 40,20 m ergab sich von 1953-57 durch die Aufschüttung von 1,5 Mio. Kubikmeter Trümmerschutt aus den Luftangriffen im 2. Weltkrieg, die heute noch als Zeitzeugen zu bewundern sind.
Die Unternehmungslust wurde mit herrlichem Rundblick weit über die Grenzen Stuttgarts hinaus belohnt.
Es war eine schöne Wanderung bei richtigem „Lätitia“-Wetter.
MF
