Herbstausflug 2011
Nebliges Herbstwetter ward uns beschieden, als am Donnerstag, 13. Oktober die letzten Fahrgäste der 27 Teilnehmern beim Fernsehturm in den supermodernen „Kleinen Stuttgarter“ einstiegen. Der uns schon bekannte Fahrer „Jörg“ begrüßte trotzdem frohgelaunt seine auch ihm jetzt bereits bekannten Fahrgäste auf das Herzlichste, wobei er wie immer vor Abfahrt einige Instruktionen betreffs Ablageklappen und Anschnallpflicht uns gab. Was unser erstes Reiseziel betraf, kam er bei der Beschreibung schon in’s schwärmen, so dass der Appetit auf das uns Bevorstehende immer größer wurde – das Spanferkelessen!
Die Fahrt verlief zunächst über die B 27 in Richtung Metzingen – Bad Urach. Unterwegs wurden wir auch von unserem Ersten Gildevorstand Roland Fröhlich begrüßt, der uns dabei den Ablauf des dies-jährigen Herbstausfluges bekannt gab. Zwischendurch erzählte Zweite Vorstand Dieter Pohl Wissens-wertes über den Ort Hengen, der kommunal zu Bad Urach gehört. Unser Ziel war der Linsenberghof in diesem Hengen, wo wir von der Familie Wörz im „Albferkelstüble“ herzlich begrüßt wurden. Nachdem alle Teilnehmer mit Getränken versorgt waren, kam der große Moment – ein erstauntes lang gezoge-nes aaahhh erfüllte das Stüble, als das knusprig und am Stück im Steinofen gebackene Spanferkel hereingebracht wurde, speziell gewürzt mit eigener Gewürzmischung ohne Zusatzstoffe! Dazu gab es „schlonzigen“ frisch angemachten Kartoffelsalat, aromatische Soße und frisches Bauernbrot – mmhh des war guat!!! Für € 13.00 konnte man essen, soviel man mochte und konnte. Nach diesem ausgiebigen deftigen Spanferkelessen war Gelegenheit gegeben, die Schweinehaltung zu besichtigen. Herr Wörz unterrichtete uns vor der Führung zunächst ausführlich über die Schweinehaltung, Fütterung und Vermarktung, wobei er uns u.A. aufklärte, dass bei einer Sau die Trächtigkeit ca. drei Monate, drei Wochen und drei Tage bis zum Wurf von Ferkeln dauert. Dann ging es einen Stock höher hinauf, wo wir die Gelegenheit bekamen, die Schweinewelt hautnah aus der Vogelperspektive zu erleben, was in Süddeutschland einmalig ist. Über einen gläsernen Besuchersteg konnten wir uns ein Bild machen von der heutigen bäuerlichen Tierhaltung auf Stroh und mit Auslauf.
Nach einer kurzen Fahrt über die in Herbststimmung befindliche Alb kamen wir in das Naturschutz-zentrum Schopflocher Alb, wo uns zunächst das „Pedelecs Typ Flyer“ – ein umweltfreundliches elektrisches Fahrrad – erklärt wurde, mit dem man mit einem Ampere Strom 100 km weit kommt. Diese Elektro-Bikes kann man hier mieten und umweltfreundliche Fahrten über die Schwäbische Alb unternehmen. Der erforderliche Strom kommt ebenfalls umweltfreundlich vom Dach. Anschließend wurde uns ein Film vorgeführt: der Albtrauf – die Natur erleben. Gezeigt wurde die Vielgestaltigkeit mit Laubwäldern, Felsen, Heiden, Feuchtgebiete – eben ein reichhaltiges Biotopmosaik. Der Erhalt dieser Lebensraumvielfalt mit zahlreichen seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten in einem großen und zusammenhängenden Gebiet ist ein wesentlicher Schutzzweck, den es zu verfolgen gilt. Bei der anschließenden Führung wurde uns auch die verschiedensten Gesteinsarten erklärt. Danach schloss sich ein kleiner Rundgang durch den früheren Lausterer-Steinbruch an. Abschließend gab es dann Kaffee mit herrlich duftenden Apfelkuchen von Hildegard Pohl und leckerem Zwetschgenkuchen von Margret Fröhlich – vielen Dank!!!
Über Oberlenningen – Owen – Kirchheim – wobei die Burg Teck von der Abendsonne herrlich ange-strahlt wurde – ging es ab hier über die Autobahn wieder der Heimat zu. Erster Gildevorstand Roland Fröhlich dankte allen Teilnehmern für ihre Mitfahrt und Fahrer Jörg für seine sichere und umsichtige Fahrweise. Felix Epple dankte in Reimform Margret und Roland Fröhlich, Hildegard und Dieter Pohl für die Vorbereitungen und Durchführung dieses Ausfluges. Zu Fahrer Jörg vermerkte er, dass wir gerne mit ihm fahren! Fahrer Jörg bedankte sich seinerseits für das Vertrauen und für das Geschenk und wünschte allen eine gute Heimkehr. (Fotos: Dieter Pohl) L.L.
