Familienausflug nach Neckarsulm
49 Lätitianerinnen, Lätitianer, Gäste, Omas und Opas, Enkelinnen und Enkel fanden sich an den traditionellen Einstiegspunkte ein, um gemeinsam einen Familienausflug zu unternehmen, den man bewusst in die Pfingstferien legte. Vor dem Start am 14. Juni vom Fernsehturm aus begrüßte Jörg seine Fahrgäste und erklärte verschiedene Dinge in seinem nagelneuen „Kleinen Stuttgarter“ u.A. auch das Anschnallen. Die Fahrt verlief zunächst durch die Innenstadt am Bahnhof vorbei Richtung Autobahn nach Neckarsulm zu den Audi AG. Zwischendurch begrüßte Erster Gildevorstand Roland Fröhlich alle Teilnehmer und erklärte in kurzen Zügen den Ablauf dieses Ausfluges. Eine Bitte an die jungen Teilnehmer mit einem gemeinsamen lauten „Hurra-Schrei“ sich bemerkbar zu machen blieb unerfüllt. Ein erster Stopp wurde an der Raststätte Wunnenstein eingelegt, um ein zweites Frühstück einzunehmen mit Kaffee, Apfelsaftschorle und leckere Kuchen von Margret Fröhlich und Hildegard Pohl – vielen Dank! Nun ging die Fahrt weiter nach Neckarsulm, wobei unser Zweite Gildevorstand Dieter Pohl aus der Chronik dieser altertümlichen Stadt mit ihrem Deutschordensschloss und dem Rokoko-Rathaus vorlas. Dabei erklärte er auch, woher Neckarsulm seinen Namen hat: schlicht und einfach – weil hier das Flüsschen Sulm in den Neckar mündet. Er vergaß auch nicht zu vermerken, dass er keine „Doktorarbeit“ schreibe und deswegen auch nicht erwähnen muss, woher er diese Chronik nahm! Toni Graf, der nach seiner Pensionierung eine Schülerbetreuung übernommen hatte, begrüßte die Einladung auch an die jüngere Generation zu diesem Familienausflug und er brachte auch gleich zwei seiner Hauptschüler und eine Seniorpartnerkollegin mit.
In Neckarsulm angekommen, wurden wir im Audi-Forum vom „Tourguide“ Herr Monte begrüßt. Er informierte uns zunächst Allgemeines über das Werk, dass hier z.B. 13.800 Mitarbeiter beschäftigt sind, täglich bis zu 1.200 Fahrzeuge gebaut werden, es bei Audi 300 verschiedene Lackierungen gibt und das Jahr 2011 ein Jubiläumsjahr sei: 125 Jahre Automobile. Beim Rundgang stellte er uns verschiedene Typen vor u.A. die Neuheit – den A 8. Hernach wurden wir in zwei Gruppen mit dem Werks-Shuttle zum Presswerk gefahren. Imponierend lagerten hier Unmengen Aluminium-Rollen und Platten, die hier täglich verarbeitet werden. Rund 900 Roboter sind hier im Einsatz, um aus den gestanzten Blechteilen verschiedene Bauteile zusammen zu schweißen. Auf der Fahrt zur Endmontagehalle wurden wir über die Entwicklung der Firma Audi informiert. Begonnen hatte es mit der Gründung der Horchwerke durch den Autobauer A. Horch, die 1932 in die Auto-Union GmbH aufging. Weitere Stationen waren Audi, DKW, NSU bis zur heutigen Audi AG.
Auch in der Endmontage verlief fast alles vollautomatisch. Hier werden ca. 8 – 9.000 Bauteile zusammengesetzt. Imposant zu erleben war die sogenannte „Hochzeit“, wobei Chassis und Karosserie zusammengeführt werden. Rund 40 % der hier gefertigten Automobile werden ins Ausland verkauft, weshalb täglich zwei Eisenbahntransportzüge das Werk verlassen. Alles in allem war es eine hochinteressante Werksbesichtigung. Der Werbeprospekt verspricht deshalb: „Die Geburt eines Audi zu erleben, von den tonnenschweren Pressen, dem hochautomatisierten Karosseriebau über die Montage bis zur Fertigstellung – das bieten die Erlebnistouren im Audi Werk am Standort Neckarsulm.“ Nachdem Mittagessen im dem Werks-Restaurant wurden wir wieder zu unserem „Kleinen Stuttgarter“ gebracht.
Danach ging es dem Neckar entlang Richtung Bad Wimpfen. Die meisten Ausflügler bestiegen dort den bekannten „Blaue Turm“, derweil sich der Rest im Garten des Cafes Birkensee gemütlich machte, wohin dann später auch die Turmbesteiger kamen. In dem „Blauen Turm“ wohnt die einzige in Deutschland verbliebene Türmerin Blanca Knodel, die ihr Appartement 32 Meter hoch über der Stauferstadt hat. Sie ist dort als Führerin und Geschichtenerzählerin tätig. Wie es der Zufall will, feierte sie just an diesem Tage ihren 60. Geburtstag. Und so ließen es sich die Lätitia-Gäste nicht nehmen, ihr unter der Klavierbegleitung von Bernd Spang hoch oben im Turm ein Geburtstagsständchen zu bringen: zum Geburtstag viel Glück!
Nach der Kaffeepause fuhren wir zunächst auf der Burgenstraße und der B 27 in Richtung Ludwigsburg, und hier auf die Autobahn dann weiter in Richtung Heimat. Erster Gildevorstand Roland Fröhlich wies auf den kleinen Fahrpreis hin, da von der Rudolf Krippendorf Stiftung für die Ausflüge noch ein Betrag vorhanden sei. Alle mitfahrenden Kinder fuhren umsonst. Er dankte allen Teilnehmern für ihr Mitfahren und Fahrer Jörg für seine sichere Fahrweise. Er vergaß auch nicht, sein Lieblingslied vom „schönen Tag“ abspielen zu lassen. Fahrer Jörg bedankte sich ebenfalls für den Obolus und allen Teilnehmern für ein angenehmes mitfahren. Roland und Margret Fröhlich, Dieter und Hildegard Pohl sowie Dieter und Sigrid Petschky sei von dieser Stelle ganz herzlich für ihr Engagement gedankt! Ein schöner Tag ward uns beschert, wie es nicht viele gibt! L.L.
Foto: Roland Fröhlich
