Werner Knörzer – ein „Oldtimer“ wird 80 !
Samstag, 30. April 2011 - ein besonderer Tag!
Die Anfahrt nach Ostfildern-Kemnat zu Werners Geburtstagsfeier (von Botnang aus ein weiter Weg nach ispas Meinung - so ganz nach dem amerikanischen Schlager: „ There is a long way to Tipperary“) führte uns nach kurzem Suchen zum Ziel des einmaligen Geschehens in die Kemnater Eugenstrasse.
Vor dem Gemeindehaus der St.Maria-Königin-Kirche standen schon zahlreiche Gäste im Freien an hohen Stehtischen, von denen lindgrüne Tüllbänder flatterten, bei munterer Unterhaltung mit Sektgläsern in der Hand. Werner, der Jubilar des heutigen Abends, begrüßte jeden Ankommenden in bester Laune bei herrlichem Sonnenschein.
Nachdem später ein kühler Wind aufgekommen war, die Abendsonne am Horizont langsam verschwand, gingen wir allmählich hinein in´s Gemeindehaus. Zwei lange in U-Form eingedeckte Tafeln, ebenfalls mit Tüllbändern, Kerzen und kleinen Vasen mit je einer Rose geschmückt, luden zum Platznehmen ein. Für die nahe Verwandtschaft und für jede Freundesgruppe waren Tischreihen vorbereitet. Es erleichterte uns also, den markierten Lätitia-Tisch zu finden. Auf den Tischen lagen Speisekarten aus. Originell war das Titelbild mit dem uns von der Einladung her bekannten „winkenden Werner“ aus einem Mercedes-Oldtimer des Baujahres 1931.
Es erfolgte die Aufforderung Platz zu nehmen. Damit wurde der zweite Teil des festlichen Abends eingeläutet. Werner begann diesen mit einer ihm eigenen Begrüßungsrede. Er wirkte dabei munter wie ein Falter und das in diesem hohen Alter!
Werner, der gar nicht gerne das Wort „ 80“ hören möchte, wurde für seine lockere Tischrede mit starkem Applaus bedacht. Einige „betagtere“ Gäste, aber auch solche mit gut trainiertem Gehör, verstanden in den hinteren Reihen leider die mit leiser Stimme vorgetragene Ansprache nur teilweise. Ob seiner verständlichen Gerührtheit drang seine Stimme wahrscheinlich nicht immer bis nach hinten durch.
Dafür allerdings erreichte die Durchsage danach: „Das kalte Buffet ist eröffnet“ um so intensiver die Gäste. Diese Aufforderung wurde von allen klar verstanden. Aufgrund der ausliegenden Speisekarten konnten wir uns schon über die zu erwartenden Genüsse ausgiebig informieren und überzeugten uns danach von dem reichhaltigen Angebot in dem im Nebenzimmer vorbereiteten Buffet. Auf einer Seite der Anrichte luden schwäbische, auf der anderen Seite italienische Platten und Schüsseln zum Zugreifen ein. Die kalten Speisen hatte ein Caterer aus Magstadt sehr schön angerichtet. Die fleißigen „Familien-Ober“ Guido und Jörg versorgten die Gäste ständig aus dem vielfältigen Getränke-Sortiment u.a. mit guten Weinen und verschiedenen Bieren.
Nach dem ersten Ansturm auf das einladende Buffet folgten Ansprachen, Gesänge und Vorträge verschiedener Freunde. Der „Familienchor“ unter der versierten Leitung von Guido (einem Schwiegersohn, der wie ein fast ausgebildeter Chorleiter alles im Griff hatte - besser hätte es ein echter Dirigent auch nicht machen können) – mit mindestens 12 Kindern und Enkeln schmetterte nach der Melodie „Griechischer Wein“ (mit Musik) die selbst gereimten auf das Geburtstagskind bezogenen Texte. Und weil es so schön war durften anschließend auch die Gäste nochmals mit musikalischer Untermalung vom Band das Lied aus vollen Kehlen anstimmen. Das hob die Stimmung!
Bernd, sein um wenige Monate älterer Freund, berichtete in seinem Vortrag über diverse Jugenderlebnisse und Jugendsünden seit Werners Geburt 1931. Alle staunten und wunderten sich, aus welchem Fundus diese Kenntnisse stammten. Zum Schutz vor Paparazzi möchte ispa eine solch´ wichtige Informationsquelle nicht preisgeben.
Zu einem lustigen Vortrag á la Heinz Erhard hatte sich ein weiterer Freund zu Wort gemeldet. Danach überraschte uns die uns allen bekannte musikalische, kabarettistische Gruppe „die Pinguine“ mit einem gelungenen Auftritt. Die musikalisch wie rhythmisch gut inszenierte Vorführung mit einem Pianisten am weißen Flügel begeisterte alle Gäste. Die Forderung einer Zugabe durch anhaltenden Applaus wurde gerne erfüllt. Danach unterhielt uns Franz Schlosser - Schwager von Werner und Hanna - mit einem lustigen auch passenden Vergleich zwischen Werners und die im Tierkreiszeichen des „Stier“ genannten Charaktereigenschaften. Stimmen sie wirklich überein oder sind sie in manchen Punkten konträr? Ein gelungener, amüsanter Vortrag! Wir alle konnten herzhaft darüber lachen.
Nach den vielen Reden und Vorträgen meldete sich unser Lätitia-Sportsfreund Wolfgang Jung zum Schluss noch mit einem musikalischen Beitrag zu Wort.
Es ertönte nun der Aufruf: „ Das Dessertbuffet ist eröffnet“! Wir kamen dieser Aufforderung gerne nach und freuten uns auf die angebotenen Leckereien. (Kalorien spielten an diesem Abend keine Rolle).
Zu anregenden Gesprächen blieb zwischendurch und nach dem Dessert genügend Zeit.
Allmählich zeigte die Uhr Mitternacht an; die ersten Ehepaare machten sich auf den Heimweg. Und wie es so ist, folgten nach und nach weitere Gäste. Die Familie blieb wohl noch ein Weilchen zusammen sitzen bis auch sie zu späterer Stunde aufbrach und sich auf die folgende Nachtruhe freute. So ein Ehrentag ist ja besonders für die engere Familie anstrengend und aufregend!
Das Geburtstagskind konnte wirklich mit dem Ablauf des Festabends zufrieden sein. Ein gelungener achtzigster Geburtstag mit froh gelaunten Gästen!
Wir - die Lätitia-Seniorinnen und -Senioren bedanken uns herzlich, dass wir dabei sein durften und wünschen Werner noch viele Jahre bei bester Gesundheit im Kreis seiner Familie und all´ seiner Freunde.
Nach dem Fest ist vor dem Fest! So können wir uns schon freudig auf den nächsten „Runden“ in zehn Jahren einstellen.
In diesem Sinne viel Glück und alles Gute! ispa
