Weihnachtsfeier 2011
„Macht hoch die Tür. die Tor macht weit“ – so lautete das Eröffnungslied zu unserer diesjährigen Weihnachtsfeier am 4. Adventssonntag, 18. Dezember im Gemeindesaal von St. Michael in Stuttgart-Sillenbuch, nachdem all die vielen Festgäste mit Kaffee und Kuchen versorgt waren. Martin Halm, Sohn unseres verstorbenen langjährigen Mitgliedes Rudolf Halm, der uns an diesem Nachmittag musikalisch durch das Programm führte, sang anschließend das Kinderlieds „Aber heidschi bum beidschi“. Erster Gildevorstand Roland Fröhlich wies in seiner Begrüßung auf die Bedeutung dsieser Feier hin: „Liebe Lätitianer, sehr geehrter Herr Pfarrer Weber, meine Damen und Herren, die beiden letzten Monate des Kalenderjahres weisen uns darauf hin, dass sich auch das Jahr 2011 langsam wieder von uns verabschieden will. Ich möchte Euch jetzt natürlich noch nicht verabschieden, sondern bei unserer diesjährigen Weihnachtsfeier hier im festlich geschmückten Gemeindesaal von St. Michael auf das Herzlichste begrüßen. Wir haben dieses Jahr keine Festansprache vorgesehen, sondern wollen unsere Weihnachtsfeier mit einander begehen.
Wohl so manche Gedanken beschäftigen uns in dieser nachdenklichen Jahreszeit. Für vieles, was in diesem Jahr in unserem persönlichen Leben geschah, finden wir eine Antwort, aber manches dagegen kann und mag auch nicht unsere Zustimmung finden. So sehr wir uns vielleicht auch wünschten, Geschehenes zu ändern, wissen wir jedoch, dass sich dies nicht verwirklichen lässt – genauso wenig, wie wir die Zukunft gestalten können, wie sie uns eigentlich vorschwebt. So mag in diesen Tagen, in denen wir das vergangene Jahr Revue passieren lassen, um den Blick auf das neue Jahr richten, das Gebet der „Kunst der kleinen Schritte“ uns einladen, Gott um die Begleitung auf unseren Wegen zu bitten: Wir bitten nicht um Wunder und Visionen, sondern um die Kraft für den Alltag. Du weißt, wie sehr wir gute Freunde brauchen. Gib, dass wir diesem schönen, schwierigen Geschenk gewachsen sind. Gib uns nicht, was wir uns wünschen, sondern was wir brauchen. Lehre uns die Kunst der kleinen Schritte.
Und so wollen wir voll Zuversicht ins „Neue Jahr“ schauen. Deshalb soll es bei uns heute fröhlich zugehen. Diese Fröhlichkeit aber sollte aus dem Herzen kommen und besinnlich sein. Ich wünsche Euch noch einen schönen Nachmittag.“ (Auszug aus dem Manuskripte von Roland Fröhlich)
Martin Halm sang nun das „Ave Maria“.„Ihr Kinderlein kommet“ und „Kommet ihr Hirten“ waren weitere weihnachtliche Weisen, die musikalisch über Tonträger begleitet wurden. Ilona Spang erzählte uns die Geschichte vom „gestohlenen Jesuskind“, Herr Pfarrer Weber gab das Gedicht über die „Weihnachts-maus“ zum Besten und Zweiter Gildevorstand Dieter Pohl verlas einen „Weihnachtsbrief an den lieben Gott“.
In der Pause wurde wieder die traditionelle Weihnachtssammlung abgehalten, die je zur Hälfte Schwester Margret für ihre Franziskus-Stuben in Stuttgart-Mitte und der Lätitia zu Gute kommen soll. Es kamen 380.00 Euro zusammen – herzlichen Dank!
Nach dem Lied „Morgen Kinder wird’s was geben“ verlas Dieter Pohl „die Geschichte über den Nikolaus“: „Er starb am 6. Dezember 352. Der Nikolaustag wird heute noch zum Andenken an Bischof Nikolaus gefeiert. Wir haben heute auch einen Bischof zu Gast, nämlich den Bischof Eugenius, der dem besagten Nikolaus nacheifert und in Bad Ditzenbach seinen Ruhestand genießt. Ich glaube, er hat sogar seinen Knecht Ruprecht mitgebracht! Wir wollen ihn mit dem Lied „Lasst uns froh und munter sein“ begrüßen.“ Danach wurde es spannend, man hörte eine Glocke erklingen, die Tür ging auf – es erschien der Nikolaus (Eugen Bosch) mit seinem Knecht Ruprecht (Dieter Petschky), der einen Schlitten hinter sich her zog voll beladen mit vielen Tüten, welche an alle Festgäste verteilt wurden. Knecht Ruprecht erzählte nun: „Drauß’ vom Walde komme ich her, ich muß Euch sagen, es weihnachtet sehr!“ Dann bekamen die Frauen von Lätitia Amtsinhabern Präsente vom Nikolaus als Dank, dass sie oft alleine sein müssen. Abschließend berichtete „Bischof Nikolaus Eugenius“: „Mein Ruhesitz ist jetzt auf der Schwäbischen Alb in Bad Ditzenbach, manche von Euch werden den Ort kennen. Für mich ist das der schönste Ort auf der Welt. Und deshalb nehme ich gerne die Stadtleute mit auf die Höhen und zeige ihnen Berge und Täler, die Wälder und Wiesen, die Felsen und Bäche, damit sie sich genauso daran freuen können. Jetzt werde ich wieder zurückkehren in meine Heimat. Ich würde mich ganz arg freuen, wenn der eine oder andere auch mal nach Bad Ditzenbach kommt und mit mir dort eine Wanderung oder einen Spaziergang macht. Wenn es dann gar zu beschwerlich wird, kann ja immer noch die Feuerwehr zu Hilfe kommen!“
Anschließend sang Martin Halm „Sankt Niklas war ein Seemann.“ Mit der Danksagung an alle Lätitia- Mitarbeiter, ein Dankeschön von Dieter Petschky an Roland Fröhlich und dem gemeinsam gesungenen Lied „O, du fröhliche, o, du selige gnadenbringende Weihnachtszeit“ endete die Weihnachtsfeier und alle Festteilnehmer wünschten sich gegenseitig ein gesegnetes Weihnachtsfest, sowie ein glückliches und gesundes Neues Jahr 2012! L.L.
